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Astroteilchenphysik: Workshop zu deutsch-russischen Experimenten

 

Jahrtausende lang formte sich das Bild des Weltalls aus astronomischen Beobachtungen mit dem bloßen Auge, später mit Teleskopen. Jetzt öffnen Physiker drei neue Fenster zum Universum: Neutrinos, geladene kosmische Strahlen und Gravitationswellen werden uns in Kürze einen spektakulären neuen Blick auf das unendlich Große ermöglichen.

Das Gebiet, in dem sich diese bahnbrechenden Neuerungen vollziehen, wird als Astroteilchenphysik bezeichnet. Das Forschungsfeld markiert den Grenzbereich von Astrophysik, Teilchenphysik und Kosmologie. Der Themenbereich umfasst Fragen wie die nach der Natur der dunklen Materie; nach der Stabilität der uns bekannten Materieformen („Protonzerfall“); nach der Physik des Urknalls; nach der Rolle, die Neutrinos im kosmischen Geschehen spielen, und nach den Informationen, die sie uns aus dem Innern kompakter Objekte liefern können; nach dem Ursprung der kosmischen Strahlung und der Landkarte des Kosmos bei höchsten Energien und schließlich auch nach extremen Prozessen kollabierender oder umeinander rotierender Sterne, die mit Gravitationswellen erfassbar sein werden. Drei Nobelpreise wurden in diesem Jahrzehnt für Leistungen in der Neutrinoastrophysik (2002) und der Kosmologie (2006, 2011) vergeben.

Stärkere Zusammenarbeit in der Astroteilchenphysik

Deutsche und russische Physiker haben eine lange Tradition in der Astroteilchenphysik. Gegenwärtig arbeiten sie in internationalen Projekten zur Suche nach dunkler Materie, zur Untersuchung von Neutrinoeigenschaften, und zur Untersuchung geladener kosmischer Strahlung und kosmischer Neutrinos zusammen. Dabei sind zwei Experimente hervorzuheben, die in Sibirien durchgeführt werden. Bei dem einen werden tief im Baikalsee kosmische Neutrinos registriert, bei dem anderen im Tunka-Tal unweit des Baikalsees geladene kosmische Strahlen untersucht. Das Baikalexperiment war das Pionierexperiment auf seinem Gebiet.

Unsere Aktivitäten im Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahr umfassen mehrere Punkte, mit denen die Zusammenarbeit in der Astroteilchenphysik erweitert und nach außen hin sichtbar gemacht werden sollen und insbesondere für die Projekte zur Untersuchung galaktischer kosmischer Strahlen und Neutrinos im Tunka-Tal und im Baikalsee ein erweitertes Interesse und mehr Teilnehmer in Russland und Deutschland gesucht werden sollen:

Kontakt:
Projektkoordinator und auch Autor dieses Artikels:
Dr. Christian Spiering, DESY,
christian.spiering@desy.de.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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