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Auftakt der DFG-Leibniz-Lectures in Russland

 

Im Rahmen des Deutsch-Russischen Wissenschaftsjahres eröffnete DFG-Präsident Matthias Kleiner am 28. Februar 2012 die Vorlesungsreihe von Leibniz-Preisträgern in Russland. Zur feierlichen Auftaktveranstaltung zum wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis kamen 70 hochrangige Wissenschaftler und Partner von Hochschulen, Akademie-Instituten und Ministerien in die ehrwürdige Rotunde des Hauptgebäudes der Lomonosov-Universität (MSU).

Grußworte überbrachten der Prorektor der MSU Alexei Khokhlov, der Direktor des MSU-Erdkundemuseums Andrei Smurov, der Vorsitzende der Russischen Stiftung für die Grundlagenforschung (RFBR) Vladislav Panchenko und der Ständige Vertreter des deutschen Botschafters in Russland Georg Birgelen.

Die Reihe der Leibniz-Lectures, die die DFG insbesondere an Standorten mit eigenen Auslandsvertretungen durchführt, soll Themen der Spitzenforschung in Deutschland präsentieren und Möglichkeiten der bilateralen Zusammenarbeit aufzeigen, konstatierte Jörn Achterberg, der Leiter des Moskauer Verbindungsbüros der DFG, in seiner Einführung. Leibniz-Preisträger als Botschafter deutscher Wissenschaft, lautet dabei das Motto. Eine aktuelle Studie zur Publikationstätigkeit der Preisträger von Lucy Amez (Brüssel) belegt das hohe internationale Kooperationspotential der Forschungen (siehe Studie).

„Der Leibniz-Preis ist die wichtigste und prominenteste Form der Einzelförderung durch die DFG, die wiederum nach wie vor das Rückgrat unserer Forschungsförderung insgesamt ist. Er würdigt in besonderer Weise herausragende Forscherpersönlichkeiten, die Wissenschaft und Forschung nach vorne treiben mit ihren Ideen, aus denen Erkenntnisse entstehen“, hatte Herr Kleiner noch am Vortag auf der Preisverleihung 2012 in Berlin betont. Am Abend des 28.02. schlüpfte der DFG-Präsident in Moskau dann selbst in die Rolle des Leibniz-Preisträgers. Professor Kleiner, beurlaubter Leiter des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU Dortmund, hatte 1997 für seine eigenen Forschungen den Leibniz-Preis erhalten. „Strategic Research in Engineering – Advanced Light Metal Extrusion for Low Energy Design” hieß das Thema seines Fachvortrages.

Um die Zusammenarbeit beider Länder in den Ingenieurwissenschaften zu vertiefen wurde Professor Kleiner von Fachwissenschaftlern begleitet, die sich mit Dr. Michael Lentze, in der DFG zuständig für Strömungsmechanik und Mikrosysteme, an Hochschulen und Forschungsinstituten in Moskau und St. Petersburg vorstellten. Zur Delegation zählten u.a. der Sprecher des DFG-Fachkollegiums „Strömungsmechanik“, Prof. André Thess (TU Ilmenau), und Prof. Oliver Paschereit (TU Berlin), der 2009 einen ERC-Advanced-Grant gewann.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Mit den zehn Preisen für 2012 sind bislang insgesamt 300 Leibniz-Preise vergeben worden. Davon gingen 103 in die Naturwissenschaften, 87 in die Lebenswissenschaften, 64 in die Geistes- und Sozialwissenschaften und 46 in die Ingenieurwissenschaften. Sechs Leibniz-Preisträger haben nach der Auszeichnung auch den Nobelpreis erhalten: 1988 Hartmut Michel (Chemie), 1991 Erwin Neher und Bert Sakmann (Medizin), 1995 Christiane Nüsslein-Volhard (Medizin), 2005 Theodor Hänsch (Physik) sowie 2007 Gerhard Ertl (Chemie).

Über das weit über Deutschland hinausreichende Renommee und die hohe Dotierung hinaus ist der Leibniz-Preis vor allem mit einer außergewöhnlichen Flexibilisierung verbunden: Seine Trägerinnen und Träger können das Preisgeld von inzwischen bis zu 2,5 Millionen Euro bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre wissenschaftliche Arbeit verwenden. Diese Flexibilität bezeichnete der damalige DFG-Präsident Hubert Markl bereits bei der ersten Preisverleihung 1986 als „wahrlich märchenhafte Freiheit“ – was dann gleichsam zum Motto für den Preis und das gesamte Leibniz-Programm der DFG wurde.

Weitere Informationen:
PDF-Invitation Leibniz-Lecture-Moscow
PDF-StudieInternational Research Collaboration by DFG Leibniz Prize Winners

Quelle und Foto: DFG

 

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