. . . .
Deutsche Sprachversion Deutsch |
Leichte Sprache Gebärdensprache (DGS)
    Servicemenü: Startseite | Seitenübersicht | Impressum | Datenschutz    
 

„Lebende Ausstellung“ zur deutsch-russischen Kooperation in der Meeres- und Polarforschung!

 

Vom 01. bis 07. März 2012 war die Ausstellung, die letzten Oktober in St. Petersburg eröffnet worden war und Teil des Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation 2011/2012 ist, in der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität zu sehen. Sie wird auch in Berlin, München und Bonn gastieren.

Für Wissenschaftler, die sich mit dem Meer, dem Klima, aber auch mit Rohstoffen oder Vulkanismus beschäftigen, ist Russland mit seinen vielfältigen Landschaften und Klimazonen sowie den angrenzenden Meeren von der Ostsee über den arktischen Ozean zum Pazifik und Schwarzen Meer ein überaus spannendes Arbeitsgebiet. In der Meeres- und Polarforschung bestehen zwischen Deutschland und Russland bereits seit Jahren besonders enge Beziehungen, die vor über zehn Jahren mit der Fachvereinbarung „Über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung" einen vertraglichen Rahmen gefunden haben.

Mit der „Lebenden Ausstellung – Brennpunkte der deutsch-russischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung" sollen die gemeinsamen Forschungsaktivitäten anschaulich und lebendig präsentiert werden. „Durch die enge Kooperation konnte die Wissenschaft bereits viele neue Erkenntnisse über globale Vorgänge gewinnen. Die wollen wir jetzt in beiden Ländern einer breiten Öffentlichkeit präsentieren", erklärt Dr. Heidemarie Kassens vom GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, eine der Organisatorinnen der Ausstellung.

Vorgestellt werden unter anderem Forschungen zum Rückgang des Meereises, Gashydrat-Forschungen im Schwarzen Meer, zur Klimageschichte in Nordostsibirien, die Untersuchung mächtiger Ascheschichten auf der Halbinsel Kamtschatka sowie Forschungen zur Freisetzung von Methan aus Dauerfrostböden im Lena-Delta. Als Koordinierungsstelle für diese Aktivitäten dient das 1999 gegründete Otto-Schmidt-Labor in St. Petersburg, das von deutscher Seite vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und vom GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel betrieben wird. Am Otto-Schmidt-Labor ist außerdem ein gemeinsamer, deutsch-russischer Masterstudiengang für Polarforschung (POMOR) eingerichtet. „Es handelt sich deshalb um eine "Lebende Ausstellung", weil in bilaterale Vorhaben eingebundene Studierende und junge Wissenschaftler Vorträge halten und zu den Exponaten über ihre jeweiligen Arbeit berichten", erklärt Dr. Kassens.

Gefördert wird die Ausstellung vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation sowie auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Federführend unterstützt wird sie vom AWI in Bremerhaven und Potsdam, vom GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, von den Universitäten Bremen, Hamburg und Köln sowie vom Staatlichen Institut für Arktis- und Antarktisforschung des Föderalen Dienstes für Hydrometeorologie und Umweltmonitoring der Russischen Föderation (AARI). „Wir wollen den Menschen in beiden Ländern näher bringen, welche Herausforderungen der globale Wandel mit sich bringt und dass wir ihn nur gemeinsam erforschen können", betont Dr. Kassens: „Außerdem möchten wir junge Menschen für Themen der Polar- und Meeresforschung begeistern – das ist ein unglaublich spannendes Arbeitsgebiet."

 

Quelle: www.moskau.diplo.de

 

Aktuelle Meldungen


Archiv