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Demnächst in Bonn - Lebende Ausstellung Brennpunkte der Deutsch-Russischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung

 

Die „Lebende Ausstellung“ thematisiert Forschungen zum Rückgang des Meereises in der Arktis, zur Eisbildung in den arktischen Randmeeren und zu Gashydraten im Schwarzen Meer. Sie zeigt, wie Wissenschaftler die Klimageschichte der Erde anhand von Ablagerungen in einem Kratersee rekonstruieren und wie mächtige Aschelagen auf der Halbinsel Kamtschatka Aufschluss über die Entwicklung des Vulkanismus im Nordwestpazifik geben. Von der Samoilow-Station im Lena-Delta aus untersuchen deutsche und russische Spezialisten gemeinsam, ob die Permafrostböden Sibiriens auftauen und was mit dem darin eingeschlossene Methan geschehen könnte.

Koordinierungsstelle für all diese Aktivitäten ist das 1999 gegründete Otto-Schmidt-Labor in St. Petersburg, das von deutscher Seite vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft und vom GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel betrieben wird. Unter der Federführung der Universität Hamburg und der Staatlichen Universität Sankt Petersburg wird darüber hinaus ein gemeinsamer deutsch-russischer Masterstudiengang für Polar- und Meereswissenschaften (POMOR) durchgeführt – auch ihn präsentiert die Ausstellung.

„Die Besucher sehen nicht nur Texte und Bilder zu den einzelnen Themen. Sie treffen darüber hinaus Studierende und junge Wissenschaftler, die in die bilateralen Vorhaben eingebunden sind und die von ihren Arbeiten berichten. „Daher der Name ‚Lebende Ausstellung’“, erklärt Dr. Heidemarie Kassens vom GEOMAR, die deutsche Direktorin des Otto-Schmidt-Labors. „Wir wollen den Menschen in beiden Ländern näher bringen, welche Herausforderungen der globale Wandel mit sich bringt und dass wir ihn nur gemeinsam erforschen können“, betont Dr. Kassens. „Außerdem möchten wir junge Menschen für Themen der Polar- und Meeresforschung begeistern – das ist ein unglaublich spannendes Arbeitsgebiet.

Vorträge international bekannter Forscher ergänzen das Ausstellungsprogramm.