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Bildung

Die politischen Umwälzungen in Russland und Deutschland in den letzten Jahrzehnten haben ihren Niederschlag auch in der Bildungspolitik gefunden. Die Europäische Union ist seit Maastricht zu einer treibenden Kraft auch auf diesen Sektoren geworden. Stärkster Ausdruck dieser Internationalisierung ist der Bologna-Prozess, der vor 20 Jahren noch völlig undenkbar gewesen wäre. Die Globalisierung schlägt auf die Berufs- und Ausbildungsanforderungen durch.

Für die bilaterale Zusammenarbeit  spielt die Implementierung der Ziele des Bologna-Prozesses in Russland eine wichtige Rolle. Dieser Schwerpunkt liegt auf der deutschen Seite bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Im Rahmen der Unterarbeitsgruppe "Bologna" des Petersburger Dialogs wurden mit finanzieller Unterstützung des BMBF verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Allgemein kann festgestellt werden, dass in den letzten Jahren die Implementierung der Bologna-Ziele in der Russischen Föderation erhebliche Fortschritte gemacht hat. Hinsichtlich der Zusammenarbeit im Hochschulbereich verzeichnet der Hochschulkompass der HRK 714 Kooperationen zwischen deutschen und russischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen

Die Schwerpunkte im Bildungsbereich in beiden Ländern liegen in der Implementierung von Innovationsprogrammen, der Unterstützung des Lehrpersonals und der Motivation für den Nachwuchs. In diesem Zusammenhang spielt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eine besonders wichtige Rolle. DAAD ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Er ist mit einer Außenstelle in Moskau, Informationszentren in Sankt Petersburg und Nowosibirsk sowie 37 Lektorinnen und Lektoren an Hochschulen in Russland präsent. Der DAAD fördert zwischen Russland und Deutschland jährlich die Mobilität von rund 4.000 russischen und 1.600 deutschen Hochschulangehörigen und unterstützt rund 200 Kooperationen zwischen russischen und deutschen Hochschulen.

Im Zuge des fortlaufenden Strukturwandels in Wirtschaft und Gesellschaft ändern sich auch die Qualifikationsanforderungen an Fachkräfte ständig. Um Ausbildungsordnungen bestehender Berufe auf den neuesten Stand zu bringen sowie neue Tätigkeitsfelder zu erschließen, bauen beide Länder gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft Berufsbildungspartnerschaften auf. So werden Fachleute beispielsweise im dualen System der beruflichen Ausbildung gezielt qualifiziert und gefördert. Modellprojekte in diesem Bereich sind etwa das gemeinsame Ausbildungsprogramm der Volkswagen Group Rus und des Kalugaer College für Informationstechnologie und Verwaltung sowie das Bosch-Lehrzentrum in Uljanowsk zur Weiterentwicklung der Berufsausbildung in der Baubranche.

Bereits 1993 unterzeichneten Vertreter des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) mit dem Institut für die Entwicklung der Berufsbildung in Russland eine Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam wurden allein in den 90er Jahren über 20 Projekte zur Modernisierung der russischen Berufsbildung koordiniert. Mit der Initiative iMOVE unterstützt das BIBB deutsche Weiterbildungsanbieter dabei, ihre Angebote auch auf Russland auszurichten.

Diese und viele andere Projekte und Initiativen zeigen: Die deutsch-russische Partnerschaft der Ideen ist eine Talentschmiede für Forschung und Entwicklung. Zudem qualifizieren beide Länder Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichem Dienst durch entsprechende Weiterbildungsangebote.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Bildungsbereich ist die Doktorandenausbildung. So fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auch Internationale Graduiertenkollegs mit Russland. Ein gutes Beispiel hierfür ist das deutsch-russische Graduiertenkolleg „GRK 1384 – Enzyme und Multienzymkomplexe, die mit Nukleinsäuren interagieren“(www.uni-giessen.de/biochem/grk1384). An dem Verbundprojekt sind Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), der Philipps-Universität Marburg (PUM) und der Moskauer Staatlichen Lomonosov-Universität sowie der Russischen Akademie der Wissenschaften beteiligt. Das Kolleg wird über die Laufzeit etwa 100 Promovenden ausbilden.

 
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

  • Bundesministerium des Inneren

  • Auswärtiges Amt

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