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Technologieförderung: "Rundum-Sorglos-Paket" für russisches Pharmaunternehmen

Technologieförderung Münster

 

Münsters Wissenschaftler sind seit Jahren in Russland aktiv: Zum einen präsentiert sich das Zentrum für Nanotechnologie Münster (CeNTech) auf Messen und Kongressen. Zum anderen pflegen Vertreter der Technologieförderung Münster GmbH (TFM) und Unternehmer vielfältige Kontakte nach Osteuropa, die mehr und mehr Früchte tragen. Jüngster Erfolg von standortpolitischer Bedeutung: Das russische Pharmaunternehmen medbiopharm hat im Wissenschaftspark Münster seine erste westeuropäische Niederlassung gegründet.

„Der Technologiehof bietet uns eine exzellente Infrastruktur. Darüber hinaus profitieren wir durch innovative Unternehmen, wissenschaftliche Institute und Experten in der unmittelbaren Umgebung“, zählt medbiopharm-Direktor Dr. Rakhimdzhan Roziev die Vorteile des Standortes Münster auf. Auch die Nähe zur Westfälischen Wilhelms-Universität, zur Fachhochschule, zum Max-Planck-Institut und zum CeNTech seien für die Erschließung neuer Märkte von strategischer Bedeutung. „Münster ist als exzellenter Standort für Nanoanalytik, Nanobiotechnologie und biomedizinische Forschung bekannt. Von hier aus haben wir besten Zugang zu den Märkten in Deutschland und Westeuropa“, erklärt Roziev weiter.

Die Entscheidung zur Eröffnung einer Niederlassung in Münster kam nicht von jetzt auf gleich. Bereits vor drei Jahren hatte medbiopharm den Technologiehof und das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) besucht. Zudem gab es mehrere Treffen mit der im CeNTech angesiedelten Firma marcotech. marcotech-Chef Dr. Lothar Heinrich ist Osteuropa-Experte. Er agiert auf dem russischen Markt und entwickelt Kooperationsprojekte zwischen deutschen und russischen Industrieunternehmen und Wissenschaftlern.

„Ansiedlungen dieser Art werden über lange Zeiträume vorbereitet. Die Kontakte unserer Partner aus Wirtschaft und Hochschulen werden dazu intensiv genutzt“, erklärt Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Technologieförderung Münster GmbH, die das russische Unternehmen mit offenen Armen empfängt. „medbiopharm ist ein weiterer Meilenstein bei der Expansion und Profilierung des Standorts Münster im nationalen und internationalen Wettbewerb“, erklärt Robbers.
„Es muss sich herumsprechen, dass Münsters Türen für internationale Technologieunternehmen offen stehen. Diese setzen sich bei uns – wie die Ansiedlung von medbiopharm zeigt – ins gemachte Nest“, sagt Matthias Günnewig, Geschäftsleiter der TFM. Sie stellt im Technologiehof Münster Labore, Büros und weitere Leistungen aus einer Hand zur Verfügung. Die Erfahrungen mit Rechtsanwälten, Notaren und Banken für russische Unternehmen ermöglichten die Gründung von Tochtergesellschaften innerhalb von zwei Tagen. Dazu gehöre auch die Gestellung von Dolmetschern und Dokumenten in russischer Sprache. Das sei für die Unternehmen aus Russland von entscheidender Bedeutung. Günnewig: „Wir schnüren das Rundum-Sorglos-Paket.“
Die Technologieförderung sowie Unternehmen und Wissenschaftler aus Münster erhoffen sich umgekehrt eine verstärkte Wahrnehmung in Russland. Münster will bei verschiedenen deutsch-russischen Projekten, Kooperationen und Förderprogrammen beider Regierungen auf sich aufmerksam machen. Denn die Nanotechnologie spielt aus Sicht der russischen Regierung eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Dynamik des Landes. „Russlands Interesse an der Zusammenarbeit mit der deutschen Wissenschaft und Industrie sowie die Bereitschaft zu Investitionen ist enorm hoch“, erklärt Günnewig.

Zum Thema medbiopharm

medbiopharm wurde 1998 als Spin-off am Medizinisch-Radiologischen Forschungszentrum in Obinsk, Russland, gegründet. Das Unternehmen hat sich mit antiviralen, zellschützenden und reproduktiven Medikamenten sowie Diätmitteln auf dem russischen Markt etabliert und verfügt mittlerweile über viele Kooperationspartner und Zulieferer. Das Unternehmen will pharmazeutische Leitsubstanzen, die in Russland entwickelt werden, in Westeuropa vermarkten und zulassen. Darüber hinaus sollen Produkte für die Medizin gehandelt und analytische Serviceleistungen angeboten werden. medbiopharm wird beim Geschäftsaufbau in Münster, im Marketing und in der Forschung mit marcotech mit Sitz im CeNTech zusammenarbeiten.

 

Das Projekt des Unternehmens marcotech oHG "Entwicklung eines multifunktionalen Selen-basierten Pharmazeutikums als gezieltes Drug-Release-System" wurde zwischen 2009-2011 vom BMBF gefördert.

 

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