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Meeres- und Polarforschung

Die Kontakte zwischen russischen und deutschen Wissenschaftlern im Bereich der Meeres- und Polarforschung haben eine sehr lange Tradition. Die deutsch-russische Fachvereinbarung "Polar- und Meeresforschung" wurde 1995 unterzeichnet. Seitdem hat sich die gemeinsame Forschungsarbeit äußerst erfolgreich weiterentwickelt. Aus der Vielzahl erfolgreicher Kooperationsprojekte im Bereich Meeres- und Polarforschung ist das 2001 gegründete deutsch-russische Otto-Schmidt-Labor (OSL) in St. Petersburg hervorzuheben. Mit dieser gemeinsamen Forschungseinrichtung haben die beiden Länder ihrer langjährigen Zusammenarbeit einen institutionellen Rahmen gegeben. 

Die unendlichen polaren Küsten, die Barents-See, die Laptev-See, die Kara-See und der Arktische Ozean sind nicht nur von weitreichender Bedeutung für das globale Ökosystem sondern auch ein einzigartiges Forschungsfeld für Klima-, Meeres- und Polarforscher der gesamten Welt. Zu Beginn der 1990iger Jahre wurde das russische Hoheitsgebiet für internationale Expeditionen geöffnet. Im Rahmen dieser Fachvereinbarung wurden seit 1995 Projekte in einem Umfang von mehr als 30 Mio. Euro gefördert.

Meeresbiologische Forschung verstärken, physikalische Zusammenhänge im Weltozean und deren Einfluss auf das Klima untersuchen sowie innovative Technologien für Forschungsarbeiten in Polargebieten entwickeln – dies sind nur einige der Schwerpunkte der Zusammenarbeit. Führend in diesem Bereich ist das deutsch-russische Otto-Schmidt-Labor in Sankt Petersburg. Das Labor ist seit 2001 am Institut für Arktis- und Antarktisforschung der Russischen Föderation angesiedelt und wird auf deutscher Seite von der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven getragen. Es dient als Plattform für die Koordination und Weiterentwicklung der bilateralen Forschungsvorhaben und ist eine unverzichtbare Schnittstelle im Netzwerk der beteiligten Institute beider Seiten. Heute arbeiten im OSL Wissenschaftler, Doktoranden und Studierende von mehr als 40 Universitäten sowie Forschungseinrichtungen beider Länder zusammen.

Ein weiteres Erfolgsbeispiel für die bilaterale Meeres- und Polarforschung ist das gemeinsame Projekt "Laptev See" an der Küste Sibiriens. Hier werden sowohl marine als auch terrestrische Untersuchungen am Umweltsystem dieser für das Klima der nördlichen Hemisphäre wichtigen Permafrostregion durchgeführt.

Institutionell arbeiten Deutschland und Russland zudem bei der Durchführung des 2002 begründeten "Kooperativen Studiengangs für angewandte Meeres- und Polarforschung" (POMOR) zusammen. Im Rahmen von POMOR werden Studierenden - aufbauend auf den Disziplinen Ozeanographie, Biologie und marine Geowissenschaften - natur-, ingenieurs- und wirtschaftswissenschaftliche Aspekte vermittelt. Der Studiengang schließt mit einem Master of Science in angewandten Polar- und Meereswissenschaften ab.

 

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