. . . .
Deutsche Sprachversion Deutsch | Русский
Leichte Sprache Gebärdensprache (DGS)
    Servicemenü: Startseite | Seitenübersicht | Impressum | Datenschutz    
 

Grenzüberschreitend: Doppelkongress zu Verfahrenstechnik und Biotechnologie

PROCESS

 

Über 3.000 Fachteilnehmer aus Europa und aller Welt fanden sich vom 25. bis 29. September 2011 in Berlin zur Doppelkonferenz zu Verfahrenstechnik und Biotechnologie ein: Der „8. European Congress of Chemical Engineering” (ECCE) fand erstmals zusammen mit dem „1. European Congress of Applied Biotechnology” (ECAB) statt – ein grenzüberschreitendes Ereignis mit Ministerbeteiligung und viel Potenzial, auch für die deutsch-russische Zusammenarbeit im Bereich der angewandten Biotechnologie.

Kaum jemand wird es bezweifeln – Biotechnologie und Verfahrenstechnik sind Wissenschaften für die Zukunft. Schon jetzt spielen beide Disziplinen eine immer größere Rolle, sei es in der Medizin, der  Pharmazie, der Industrie-, Agrar-  oder Lebensmittelproduktion.  Will man Lösungen für globale Herausforderungen wie Gesundheitsvorsorge, Umweltschutz, Energie- oder Lebensmittelsicherheit finden, braucht man vor allem eines:  Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Die passende Plattform für den internationalen wie interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlern und Politikern war ebendiese Doppelkonferenz in Berlin.

Premiere für europäischen Kongress für angewandte Biotechnologie

Der „1. European Congress of Applied Biotechnology”, der zusammen mit der Jahrestagung der DECHEMA für Biotechnologie stattfand, deckte die gesamte Bandbreite aktueller Themen der biotechnologischen Forschung in Europa ab (siehe Programm). Rund 800 präsentierte Vorträge sowie rund 1.000 wissenschaftliche Poster stellten den aktuellen Stand der Forschung vor. Auch Russland war stark vertreten, dabei wurden nicht nur die Forschungsergebnisse weltbekannter Universitäten aus Moskau und Sankt Petersburg präsentiert, sondern auch aus Tambov, Tver oder Kazan. Besonders interessant waren die Präsentationen der gemeinsamen Forschungsergebnisse, die aus bereits vorhandenen Kooperationen zwischen russischen und deutschen Partner entstanden sind (Experten finden hier ein Beispiel oder hier. Auch über die politischen Rahmenbedingungen für die bio-basierte Wirtschaft und Forschung wurde diskutiert: So konnten die Teilnehmer bei einer Diskussionsrunde unter dem Begriff Bioökonomie, moderiert von Prof. Dr. Vladimir O. Popov, Director of the A.N. Bach Institute of Biochemistry, Russian Academy of Sciences, Moscow und Dr. Manfred Kircher, Chairman of the Board of CLIB2021 (Cluster Industrielle Biotechnologie), Düsseldorf, über internationale Kooperationen z.B. mit russischen Partnern ausführlich austauschen.

Ebenfalls präsent: der Deutsch-Russische Kooperationsverbund Biotechnologie

Zum wichtigsten europäischen Ereignis für Biotechnologie in diesem Jahr präsentierte sich auch der Deutsch-Russische Kooperationsverbund Biotechnologie. Mit einem Stand auf dem Kongress stellten die Projektpartner folgende Schwerpunkte des Netzwerkes dar:

- Klinische Forschung wurde präsentiert durch LIFE-Zentrum, Klinikum der Universität München - F&E-Kooperationen zwischen Unternehmen durch Cluster CLIB 2021- Akademische Kooperation durch Ost-West-Wissenschaftszentrum Hessen an der Universität Kassel als Gesamtkoordinator des Verbundes.

Das primäre Ziel des Deutsch-Russischen Kooperationsverbundes ist, die Zusammenarbeit sowohl zwischen Unternehmen als auch wissenschaftlichen Einrichtungen aus beiden Ländern im Bereich der Biotechnologie zu initiieren bzw. auf eine systematische und nachhaltige Grundlage zu stellen. Das Deutsch-Russische Wissenschaftsjahr 2011/2012 fördert die weitere Vernetzung unter deutschen und russischen Biotech-Branchen.

Schon jetzt zeichnen sich erste Erfolge der Konferenz ab, zum Beispiel die Anbahnung einer Kooperation zwischen dem „International Science and Education Centre for Transfer of Biopharmaceutical Technologies“ an der D.I. Mendeleev University of Chemical Technology und dem LIFE-Zentrum, Klinikum der Universität München. „Durch die gegenseitige Unterstützung bei der Durchführung der Fachveranstaltung haben wir einen Betrag geleistet, klinische biotechnologische Anwendungen in Deutschland und Russland an die Weltspitze heranzubringen und international noch sichtbarer zu machen.“, so ein Fazit von Dr. Michael V. Fedorov, LIFE-Zentrum, Klinikum der Universität München.

Detaillierte Informationen siehe8th European Congress of Chemical Engineering, 1. European Congress of Applied Biotechnology oder Pressemitteilung der DECHEMA

Im kommenden Jahr findet der "2. European Congress of Applied Biotechnology“ gemeinsam mit dem „9. European Congress of Chemical Engineering“ in Den Haag statt.

 

Kontakt:
Dr. Michael V. Fedorov,
Laser-Forschungslabor / LIFE-Zentrum
Klinikum der Universität München,
Marchioninistr. 23
81377 München
Tel.: 089/7095-4870
Fax: 089/7095-4864
E-Mail: Michael.Fedorov@med.uni-muenchen.de
http://www.laser-forschungslabor.de
http://www.klinische-biotechnologie.de

 

Aktuelle Meldungen


Archiv